Posts Tagged ‘Schule’

Schafe auf dem Weg zur Schlachtbank?

5. Dezember 2010

Daniel Eisenmenger (Medien im Geschichtsunterricht) beklagt die Darstellung von Aufständen und Widerstand im II. Weltkrieg in Schulbüchern.

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Schule und Kinder und Geschichte

7. November 2010

Mit einiger Verspätung will ich kurz auf ein Handbuch der Berliner Initiative Kritische LehrerInnen hinweisen. Genaugenommen ist der Titel „Kritische LehrerInnen. Kein Handbuch„. Wie auch immer, es gibt einen aktuellen Einblick in das politische Feld Schule und Bildung, das in der von der politischen Linken eigentlich lange vernachlässigt worden ist. Die Beiträge dieses Buchs thematisieren Herrschaft und Disziplinierung, ihre Leitbegriffe sind Schul- und Gesellschaftskritik.

Es dauerte offenbar mehrere Jahrzehnte, um den gescheiterten Reformprozess der 1970er Jahre zu verarbeiten. Das Handbuch ist für mich ein Hinweis auf erste Ansätze, Vermittlung, Schule und Bildung vor dem Hintergrund der heutigen Herausforderungen neu zu denken. Was aus meiner Sicht bedeutet, nicht uninspiriert die Losungen der 70er Jahre zu widerholen, sondern die damaligen Initiativen und Teilerfolge der Bildungsreform als „aufzuhebendes“ historisches Erbe zu verstehen. „Aufheben“ in einem Hegelschen Sinn: Nicht nur bewahren oder retten, sondern auch verändern.

Ein zweiter Hinweis für neue Denkbewegungen in dieser Richtung ist für mich der von Klaus Weber herausgegebene Sammelband „Kinder“ (texte kritischer psychologie 1) aus dem Argument-Verlag. Sehr spannend zu lesen und mit vielen Impulsen zur Entwicklung eines pädagogischen Selbstverständnisses.

Aber nicht nur in Pädagogik und Psychologie tut sich langsam wieder was, auch auf unserer kg-Mailingliste ist in den letzten Wochen Interesse an neuen Formen historisch-politischer Bildung und an einer alternativen Geschichtsdidaktik angemeldet worden.

Wohin diese Reise führt ist noch nicht klar. Mein Verdacht ist aber, dass wir uns von vielen eingefahrenen Vorstellungen, was wie in der Schule vermittelt werden soll, verabschieden müssen. Ich nehme ein Beispiel: Natürlich möchte ich eine Schule, die sich im Geschichtsunterricht den Kapitalismus, seinen Folgen und seiner historischen Entwicklung zur Brust nimmt. Aber das ist die Sicht eines 39-jährigen Lefty. Vielleicht wäre es aber wichtiger, ab und zu über Ein- und Ausgrenzung zu sprechen oder darüber, wie so etwas wie Solidarität entsteht. Und was würde das inhaltlich für den Geschichtsunterricht bedeuten? Sicher ist, dass wir mehr Möglichkeiten bieten müssen, damit sich Schülerinnen und Schüler „ihre“ Geschichte selbst aneignen können und einordnen lernen. Dazu muss das Thema „interessant“ sein, also die Schülerinnen und Schüler auch selbst betreffen.

Auf zum Geschichtskongress in Oberhausen!

2. August 2009

Vom 08. bis 10. Oktober 2009 findet in Oberhausen der Geschichts-Kongress „Bewegung Macht Geschichte“ statt. Er beschäftigt sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der „Geschichte von unten“. Kritische-geschichte.de ist natürlich auch dabei. Das Programm gibts hier: Kongress Flyer