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The Return of #DADA (Konferenz, Zürich, 7-9 Apr 16)

3. März 2016

The Return of DADA / Die Wiederkehr von DADA / Le Retour de DADA

Internationale Tagung, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich, CH,
(7.4., 14:00-18:30 / 8.4., 10:00-19:00 / 9.4., 10.00-12:30)

Konzeption und Organisation: Prof. Sandro Zanetti, Dr. Agathe Mareuge

Eine Veranstaltung der Universität Zürich, Romanisches Seminar, Abteilung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL).

An der Tagung geht es darum, eine Bilanz des Wissens über Dada und seine Vermächtnisse bzw. „Erbschaften“ zu ziehen und dabei die (Neu-)Erfindung von Dada insbesondere in den 50er und 60er Jahren durch die Dada-Akteure zu rekonstruieren. Erörtert wird auch, inwiefern die Impulse von DADA im Hinblick auf eine aktuelle ästhetische, literarische und kulturelle Debatte und Analyse noch relevant sind. (more…)

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Zur Geschichte der Hausbesetzung: Zwei Dokumentationen

6. Juni 2010

Yorck59 in Berlin, Autor: Yorck59, Lizenz: CC, Q:Wikimedia Commons

Sehe gerade bei archivalia, dass es jetzt eine 8-teilige Dokumentation der Züricher Häuserbewegung von 1979 bis 1994 auf DVD gibt. Leider kenne ich das Werk noch nicht, aber derartige Dokumentationen können natürlich helfen, die für viele völlig fremde und kriminalisierte Welt der Häuserbesetzerszene anhand ihrer Geschichte plastisch zu machen.

Die politischen Motive der Häuserbesetzerszene sind ja auch noch aktuell: Kampf gegen Spekulation und für eine demokratischere Kommunalplanung, Recht auf Wohnraum und selbstbestimmte Lebensweisen, mehr Raum für soziale und kulturelle Veranstaltungen. Entgegen dem einseitigen Bild in der Öffentlichkeit haben sich viele illegale Wohnprojekte über die Jahre etabliert und sind sogar zentrale Projekte der offiziellen Stadtteilentwicklung geworden.

Da jedoch die Grundanliegen der Hausbesetzer weiter unbeantwortet sind, werden auch in Zukunft immer wieder Hausbesetzerbewegungen entstehen, die zum Teil auch Zuspruch in der breiten Bevölkerung erfahren, wie man beispielsweise bei den Krakern in Amsterdam sehen kann. So bleibt die Geschichte der Hausbesetzungen ein  wichtiges geschichtspolitisches Feld, über das sich auch viel soziale Phantasie entwickeln lässt. Dabei ist das Thema nicht nur für die historisch-politische Bildung interessant, sondern könnte auch der einen oder anderen Schulstunde inhaltliche Impulse geben. Die Beschaffung der DVDs ist möglicherweise für eine einzelne Schule zu teuer und das Thema ggf. zu speziell (bin kein Lehrer). Für den Unterricht könnten aber schon mal die auf der Website bereitgestellten Originaltexte hilfreich sein.

Bei der Gelegenheit habe ich noch eine sehr brauchbare Dokumentation auf Youtube gefunden:

„Häuser, Hass und Straßenkampf – Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer“: Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5