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Dahin gehen, wo’s wehtut

27. Oktober 2010

Und erstmal erzählen, bevor man sich abgrenzt. Drei Thesen zu einer „kritischen Geschichte“ der Bundesrepublik und ihrer Kritiker.

Auch mal die anderen als Radikale im öffentlichen Dienst analysieren: Hans Globke in seinem Büro 1963. Deutsches Bundesarchiv, Commons Bundesarchiv

„Kritische Geschichte“ heißt für mich, ans Eingemachte zu gehen. Und zwar nicht nur an Orte, für die sich der „Mainstream“ aus allerlei politischen und wissenschaftlichen Gründen nicht sonderlich interessiert, sondern auch an solche, wo er sich nicht so recht hintraut.

Wer so richtig kritisch sein will, kann sogar noch einen Schritt weitergehen. Und bei „Mainstream“ nicht nur an die in Forschung und Feuilleton herrschende Meinung denken, über die sich so trefflich schimpfen lässt, sondern auch an solche Themen und Ansätze, für die sich als kritisch verstehende Historikerinnen und Historiker aus allerlei Gründen bisher nicht sonderlich interessiert haben. Oder eben an solche, an die sie sich noch nicht so recht ran trauten.

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