Brecht: Die große Methode

by

Jörg Kolbe: Bertolt Brecht (1954), Deutsches Bundesarchiv, gemeinfrei. Q:Wikimedia Commons

Neulich habe ich ein wenig in Bertolt Brechts Fragment Me-Ti. Das Buch der Wendungen gestöbert. Brecht entwickelt dort viele Kernaussagen seiner Philosophie. Er setzt sich mit der Dialektik und zentralen politischen Fragen seiner Zeit auseinander. Es wäre sicher einmal interessant, nach zu forschen, was sich von Brecht für die historische Arbeit gewinnen ließe. Ein Beispiel quasi als kleines Wort zum Sonntag.

Die große Methode

Die große Methode ist eine praktische Lehre der Bündnisse und der Auflösung der Bündnisse, der Ausnutzung der Veränderungen und der Abhängigkeit von den Veränderungen, der Bewerkstelligung der Veränderung und der Veränderung der Bewerksteller, der Trennung und Entstehung von Einheiten, der Unselbständigkeit der Gegensätze ohne einander, der Vereinbarkeit einander ausschließender Gegensätze. Die große Methode ermöglich, in den Dingen Prozesse zu erkennen und zu benutzen. Sie lehrt Fragen zu stellen, welche das Handeln ermöglichen.

Bertolt Brecht: Gesammelte Werke, Band 12, Frankfurt am Main 1967, S. 475

Advertisements

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: