Ditfurth in der taz über Meinhof

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Jutta Ditfurth forderte in der tageszeitung vom 6.10.2009 eine Auseinandersetzung mit dem politischen Mensche Ulrike Meinhof und weist das in der Öffentlichkeit kolportierte Bild einer emotional unsicheren Frau zurück. Eine gute geschichtspolitische Intervention.

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Eine Antwort to “Ditfurth in der taz über Meinhof”

  1. Norman Says:

    Bei einer Hausarbeit über die RAF habe ich gemerkt, dass jeder einzelne Charakter „zahm erklärt“ wird. Nicht im Sinne der Gewalt, die er antat, sondern im Sinne der Ernsthaftigkeit und Ernst-nehm-barkeit die ihre Gedanken begleitete.

    Baader als Spinner abzutun, fällt den Siegern, die die Geschichte schreiben noch am leichtesten. Zu ihm passt auch nach ein wenig mehr Recherche die Rolle einfach zu gut.

    Meinhof ist schon ein ganze Stück schwieriger. Einige fetzen ihrer Biographie mögen die Lesart anfänglich zulassen, dass sie verunsichert war. Aber das war eben nicht alles. Bei weitem nicht.

    Am interessantesten ist für mich der Charakter Ensslin. Verkürzt gesagt finde ich interessant, wie aus jemand der das Kirchenblättchen abend am Bett liest ein so brennender Revolutionär werden kann.

    Man muss auch Schülern klarmachen, dass die „Sieger“ die Geschichte schreiben, auch wo es keine großen Schlachten gab. Wobei man in der RAF-Logik die Anführungszeichen um das Wort Sieg ja entfernen könnte, da sie sich im Krieg befanden.

    Genau wie die bösen Gegner unserer Bundeswehr es seit Jahren tun, obwohl die Bundeswehr selbst gar nicht im Krieg ist.

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