NS-Gebirgsjäger-Verbrechen: Brief an Gemeinde Mittenwald

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Der AK Angreifbare Traditionspflege protestiert in einem offenen Brief gegen die Entfernung eines Denkmals, das an Opfer der Wehrmacht in Mittenwald erinnert. Die Aktivisten bitten, den Offenen Brief mit einer Unterschrift an den Bürgermeister der Marktgemeinde Mittenwald zu senden.Der Text in voller Länge:

Ein Denkmal für NS-Opfer in Mittenwald
Entschädigung aller NS-Opfer! Keine Straffreiheit für Kriegsverbrechen!

Offener Brief an die Gemeinde Mittenwald

Mit tiefem Unverständnis haben wir erfahren, dass die Marktgemeinde Mittenwald das zu Pfingsten auf dem Bahnhofsvorplatz errichtete Denkmal entfernt hat, mit dem an die Opfer der Massaker der in Mittenwald ansässigen Gebirgsjägertruppen und ihrer Mittäterschaft bei Deportationen von Jüdinnen und Juden erinnert wurde. Die Entfernung des Mahnmals ist ein Affront gegenüber den Überlebenden und den Opfern von NS-Verbrechen, vor allem gegenüber der Gemeinde Cortona, die für das Denkmal Steine aus den Ruinen des italienischen Dorfes Falzano di Cortona gestiftet hat.

Mit den Steinen sollte der 14 Dorfbewohner gedacht werden, die dort am 27. Juni 1944 von deutschen Gebirgstruppen ermordet wurden.

Wir danken dem Bürgermeister der Gemeinde Cortona für diese großzügige Geste und unterstützen mit Nachdruck die Bemühungen des AK Angreifbare Traditionspflege, am Standort der 1. Gebirgsdivision, die für zahlreiche NS-Verbrechen in Italien, Griechenland und anderen europäischen Ländern verantwortlich ist, einen würdigen Erinnerungsort zu schaffen.

Das vom AK Angreifbare Traditionspflege der Gemeinde Mittenwald geschenkte Denkmal ist ein Anstoß für die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Wehrmacht und ein wichtiger Beitrag für eine Kultur der Erinnerung im Land der Täter, in deren Mittelpunkt die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords stehen.

Wir fordern die Marktgemeinde Mittenwald auf, das zu Pfingsten errichtete Denkmal unverändert wieder aufzustellen.

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Wir bitten Sie, den Offenen Brief mit einer Unterschrift an den
Bürgermeister der Marktgemeinde Mittenwald zu senden:
Herrn Adolf Hornsteiner, Marktverwaltung Mittenwald, Dammkarstraße 3,
82481 Mittenwald, Fax:004988233355, Email:bgm@markt-mittenwald.de

Bitte senden Sie uns eine Kopie Ihrer Mail an keine.ruhe@gmx.net.

Eine Dokumentation der Denkmalsaufstellung, des Protests in Mittenwald
sowie der Protestbriefe findet sich auf der Seite:
www.keine-ruhe.org/mittenwald

Spenden für die Mittenwald-Kampagne:
Ökumenisches Büro, Stadtsparkasse München, Kto. 56 17 62 58, BLZ
70150000, Stichwort „Mittenwald“

———————-

AK Angreifbare Traditionspflege, Juli 2009

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