Anarchismusgeschichte von R. Graham und ein Kommentar zu dialogischer Geschichtsschreibung

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Ich in eben über den anarchistischen Historiker Robert Graham gestolpert.  Graham arbeitet am letzten Band seiner Anarchismusgeschichte, „Anarchism: A Documentary History of Libertarian Ideas“, der im Herbst fertig sein wird. Ich glaube, die sollte man auf jeden Fall auf dem Radar haben.

Hier ist übrigens sein Blog bei WordPress und hier der Eintrag in der Anarchopedia.

So gut ich es übrigens finde, dass immer wieder vernünftige Arbeiten über Strömungen entstehen, so sehr bin ich überzeugt, dass die Zukunft nicht in diesen „Hausgeschichtsschreibungen“ zu suchen ist. Die Entwicklung einer Strömungsgeschichte ist eigentlich nur die Vorarbeit für eine Geschichtsschreibung, die verschiedene Akteure im wahrsten Sinne des Wortes „ins Gespräch“ bringen will. Hier kann man sich zum einen etwas von Leuten wie Wolfgang Abendroth abschauen, zum anderen kann man auch vom Ansatz des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus lernen. Da heißt es etwa in den Richtlinien über Kontroversen:

Der Akzent liegt darauf, dass im Rahmen dieses Wörterbuch-Projekts Vertreter/innen unterschiedlicher Strömungen des Marxismus einen gemeinsam benutzbaren >Werkzeugkasten< erstellen. Niemand braucht seine Parteilichkeit zu verleugnen, aber konkurrierende Positionen müssen gleichfalls — und >dialogisch< — dargestellt werden.

Eine dialogische Geschichtsschreibung, darum wird es in Zukunft gehen, wenn man den Anspruch „radikaldemokratisch“ einlösen möchte.

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