Ausstellung: Berliner Arbeiterwiderstand 1942–1945

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Eben hat die Ausstellung  „Weg mit Hitler! Schluß mit dem Krieg“ – Die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation ihre Türen geöffnet.

Unter dem Dach der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes erarbeiteten drei Töchter von Widerstandskämpfern gegen das NS-Regime – in Kooperation u.a. mit der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ und der „Humboldt-Universität“ – eine Ausstellung.

Vor 65 Jahren hatte sich in Berlin eine der größten Widerstandsorganisation mit über 500 Mitstreitern gebildet. Sie versteckten von der Gestapo gesuchte Gegner des Naziregimes, unterstützten sie mit Geld und Lebensmitteln,
verhalfen Häftlingen aus Konzentrationslagern zur Flucht. In über 70 Betrieben gründeten sie Widerstandszellen, unterstützten Zwangsarbeiter, erarbeiteten Flugblätter, die zum Sturz des Hitler-Regimes und zur Beendigung des Krieges aufriefen, druckten sie in Kellern und verteilten sie. Im Sommer 1944 wurden über 280 Widerstandskämpfer festgenommen, 99 von ihnen in Hinrichtungsstätten und Konzentrationslagern ermordet oder verstarben in der Haft.

In einer als Wanderausstellung erarbeiteten Präsentation dokumentieren die Historikerinnen Dr. Annette Neumann, Dr. Susanne Riveles und Dr. Bärbel Schindler-Saefkow, Töchter von zum Tode verurteilten Widerstandskämpfern,
erstmalig diesen vielfältigen, bisher wenig bekannten Widerstand aus der Arbeiterbewegung. Mit zahlreichen neuen Fotos und Dokumenten aus Archiven und Privatbesitz zeigen sie unterschiedliche Lebenswege von Frauen und
Männern, die inmitten von Terror und Krieg sowie unter Einsatz ihres Lebens die illegale Arbeit organisierten.

Special for Kids

Schülergruppen können an einem besonderen Projekt teilnehmen: „Mit dem Rucksack in die Vergangenheit“. Mit Hilfe eines „Flucht-Rucksack“ (Inhalt u.a.: illegale Papiere, Geld,  Lebensmittelmarken, eine historische Karte von Berlin) können sie sich die Vergangenheit erschließen.

Zeit und Raum

Dauer: 18. Juni 2009 – 23.Juli 2009

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr, So geschlossen

Ort: „Kommode“ der Humboldt-Universität, Bebelplatz, Berlin

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